Am 07.05.2026 unternahm der Bio-Leistungskurs der Klasse 11 in Verbindung mit dem Geschichtsunterricht eine Exkursion rund um Katharinenberg. Trotz schlechten Wetters mit Nieselregen und dichtem Nebel ließen es sich die Schüler nicht nehmen, Geschichte hautnah zu erleben. Treffpunkt war um 8:00 Uhr an der Heimatalm bei Katharinenberg. Dort stellte sich zunächst der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer Herr Stefan Sander vor, der die Gruppe den ganzen Tag begleitete. Anschließend begann die etwa 4 km lange Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Während der Strecke auf dem Kolonnenweg der ehemaligen Grenzanlagen legte die Gruppe immer wieder kleine Pausen ein. Herr Sander berichtete dabei nicht nur von seiner eigenen Jugendzeit in der DDR, der FDJ und seinem Wehrdienst bei der NVA, sondern vermittelte auch zahlreiche geschichtliche Fakten zur ehemaligen Grenze und dem „Grünen Band“ Dazu gehörten unter anderem der Aufbau der Grenzanlagen mit Grenzzaun, Antipersonenminen, Selbstschussanlagen oder der Kfz-Sperrgraben.
Nachdem die Schüler durch den ehemaligen Grenzstreifen bis in „den Westen“, also der hessischen Grenze, gelaufen waren, gab Herr Sander weitere Informationen zum Grenzverlauf im Eichsfeld: vom Deutschen Bund 1815 bis zum Ende des 2. Weltkrieges 1945. Zu dem Zeitpunkt stand die Gruppe an einem kleinen Abschnitt der Grenze, die Deutschland auf einer Länge von ca. 1377 km teilte. Außerdem erzählte Herr Sander von Fluchtversuchen und den Umsiedlungen im Rahmen der Aktionen „Ungeziefer“ (1952) und „Kornblume“ (1961). Neben den geschichtlichen Themen erhielten die Schüler auch viele interessante Einblicke in die heimischen Baum- und Pflanzenarten. Eine gemeinsame Essenspause fand am „Mahnmal Grenzturm“ statt, bevor anschließend der Grenzturm besichtigt wurde. Danach führte der Rückweg wieder in Richtung Heimatalm, wo der Tag bei einem gemeinsamen Kuchenessen ausklang. Trotz des schlechten Wetters und nasser Schuhe war es für alle ein sehr lehrreicher und interessanter Tag, der gezeigt hat, wie stark Geschichte und Biologie in unserer Region zusammenhängen. Die Schüler haben einen Eindruck davon bekommen, was es bedeutete in der DDR, insbesondere am Grenzstreifen gelebt zu haben.
Ein besonderer Dank gilt unseren Lehrerinnen Frau Gottschling-Schabestiel und Frau Oberländer für die Begleitung. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Herrn Sander für die interessante Führung, sein großes geschichtliches Wissen, welches er mit der Gruppe geteilt hat, seine entspannte und lustige Art und die Zeit, die er sich für den besonderen Tag genommen hat.
(Samuel Henning, Klasse 11)









